Das Leben annehmen – Ein großer Schritt zum Glück

Das Leben annehmen – Ein großer Schritt zum Glück
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Wie man das Leben wahrnimmt, kommt immer darauf an, aus welcher Perspektive man es betrachtet.

Goethe hat mal geschrieben:

„Man sieht die Blumen welken und die Blätter fallen, aber man sieht auch Früchte reifen und neue Knospen keimen.“

Es passieren überall auf der Welt Dinge, die wir als gut oder schlecht bewerten. Aber vielleicht sind diese Dinge ja gar nicht gut oder schlecht, sondern einfach Bestandteile des Lebens.

Was für einen Wert hätte der Erfolg, wenn es die Niederlage nicht gäbe? Wie könntest du ohne das Schlechte das Gute beurteilen? Wie könnten wir uns ohne die Traurigkeit nach Freude sehnen und sie zu schätzen wissen, wenn wir sie gefunden haben? Wie könnten wir das Leben schätzen ohne seine Begrenztheit durch den Tod?

Ein Beispiel aus meinem Leben: Ich hatte in den letzten Tagen Fieber und fühlte mich nicht gut. Ich hatte keine Kraft und hing die meiste Zeit nur Zuhause rum.  Aber als ich dann merkte, wie das Fieber wegging und meine Kraft und Lebensenergie langsam wiederkamen, war das ein unglaublich gutes Gefühl. Ich hatte zwischenzeitlich vergessen, mit viel Energie ich tagtäglich ausgestattet bin. Dies habe ich erst wieder zu schätzen gelernt, als ich sie mal nicht mehr hatte. Ich hätte das Fieber verteufeln und mich dagegen wehren können, aber dadurch wäre es nicht schneller weggegangen (wahrscheinlich hätte ich es mittlerweile immer noch). Jedoch war meine Entscheidung: Ich wechsle die Perspektive, nehme es an und bin auf eine gewisse Art und Weise sogar dankbar dafür, weil ich jetzt meine Lebenskraft wieder neu spüre.

Wenn es zu viel regnet, kann es zu einer Überschwemmung führen. Zu viel Sonnenschein kann eine Dürre verursachen. Was macht das Leben aus? Es ist der Wechsel, der Wandel, die Veränderung.

Perspektive ändern

Wenn du mal in einer Situation steckst, die dir auf den ersten Blick unangenehm erscheint, oder dir Dinge passieren, die dich negativ beeinflussen, dann versuche mal deine Perspektive zu verändern.

Wie bei einer Rose, die man von oben, von der Seite, von unten ansehen kann. Aus jeder Perspektive sieht sie anders aus. So kann ich entweder nur die Dornen betrachten oder aber die Blüte.

Das Leben ist vielseitig und hat viele Facetten. Neben der Freude gibt es die Trauer. Neben dem Schönen gibt es das Hässliche. Neben der Entspanntheit gibt es den Stress. Es ist wichtig, dass wir für das ganze Leben offen sind und nicht nur für die eine Hälfte des Lebens.

Ausschluss schafft Spannung. Wir sollten uns nicht krampfhaft bemühen, Dinge auszuschließen. Vielmehr sollten wir sie in unser Leben lassen und uns freuen, dass sie da sind, denn ohne sie würden wir die ganze Bandbreite des Lebens gar nicht spüren und zu schätzen wissen.

Es gibt so viele Dinge, die uns glücklich machen können: Gutes Wetter, schlechtes Wetter, Stillstand, Bewegung, …

Das Leben in 3 Worten

Ich habe mal eine Freundin von mir gefragt, mit welchen drei Wörtern sie das Leben beschreiben würde. Sie sagte:

Glücklich, traurig, bunt.

Das Leben annehmen bedeutet, jedem dieser drei Bestandteile des Lebens einen Platz im eigenen Leben zu geben.

Wenn du an manchen Tagen zu sehr auf das „Negative“ fokussiert bist, dann vergiss nicht, auch das Schöne um dich herum zu sehen. Es ist da. Jeden Tag. Ändere deine Perspektive. Aber denk auch daran, dass du ohne Traurigkeit keine Freude empfinden kannst. Und dann nehme sie an und genieße den Reichtum, die Vielfalt, die Buntheit, das Durcheinander des Lebens.

Es ist, wie es ist.

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