Das Wichtigste im Umgang mit negativen Menschen

Das Wichtigste im Umgang mit negativen Menschen
Bildquelle: Pixabay

Eckhart Tolle hat mal in einem seiner Bücher geschrieben, dass jeder Mensch ein Energiefeld ausstrahlt, das seiner inneren Verfassung entspricht und das die meisten Menschen dies spüren können, wenn auch vielleicht nur unterbewusst.

Dieses Energiefeld bestimmt in einem hohen Maße, welche Gefühle und Reaktionen die betreffende Person bei uns auslöst.

Ich meine, das bestimmte Menschen gewisse Gefühle und Reaktionen auslösen, kennt doch jeder, oder?

Oft sind dafür gar nicht viele Worte nötig. Die bloße Anwesenheit eines Menschen reicht oft schon aus, um das Energiefeld wahrzunehmen und zum Beispiel bestimmte Gefühle zu bekommen.

Ich möchte dir in diesem Artikel eine Erkenntnis näher bringen, die ich während meiner Coaching-Ausbildung bekam.

Es geht darum, wie du geschickt mit einem negativen Energiefeld eines anderen Menschen umgehst.

Mit anderen Worten: Ich beschreibe dir, was das Wichtigste ist, wenn du dich nicht von der Negativität (die in vielen Formen auftauchen kann) eines anderen Menschen anstecken lassen willst.

Negative Energien

Es gibt Menschen, die dauerhaft viel Zeit damit verbringen, über das Leid des Lebens zu klagen, die erzählen, wie schrecklich die Arbeit und die Kollegen sind und jeden und alles hassen, ständig genervt oder aggressiv sind und gar nicht oder kaum von den positiven Seiten des Lebens sprechen.

Es gibt aber auch Menschen, bei denen die Negativität etwas subtiler spürbar und nicht sofort so offensichtlich ist.

Begegnen wir nun diesen Menschen, kann es sein, dass wir ganz selbstvergessen und unbewusst auf diese Negativität einlassen. Sei es, dass wir den gleichen negativen Blickwinkel einnehmen oder uns einfach nur über sie oder das Gesagte aufregen.

Diese Negativität macht etwas mit uns. Sie ist oft sogar noch lange präsent, auch wenn diese Leute gar nicht mehr vor uns stehen.

Lillian Glass, eine promovierte Psychologin und Kommunikationswissenschaftlerin, erwähnt, wohin dies im schlimmsten Falle führen kann:

„Ich habe Menschen gesehen, die nur noch Haut und Knochen waren, weil sie in einer destruktiven Ehe lebten. Ich habe Menschen gesehen, die mit blutenden Magengeschwüren im Krankenhaus lagen, weil sie für böse, übelwollende Chefs arbeiteten.“

Der Umgang mit negativen Energien

Was soll man nun machen, wenn wir eine negative Energie von außen bekommen?

Es ist wichtig, dass wir lernen, flexibel mit der Energie des Gegenübers umzugehen.

Mal zwei bildliche Beispiele für eine Reaktion, wenn du mit einer Energie eines anderen Menschen konfrontiert wirst:

  • Wenn jemand auf dich zuläuft und du stehen bleibst und nicht ausweichst, läuft diese Person gegen dich. Du fällst um und wirst im schlimmsten Falle danach sogar selbst zum Angreifer.
  • Stelle dir vor, dass zwei Hände gegeneinander pressen. Jetzt presst die eine Hand etwas doller. Was passiert? Automatisch presst die andere auch etwas doller. Jede Hand presst immer stärker und immer stärker, so dass sich ein immer größerer Druck aufbaut.

Wenn du nicht flexibel auf die Energien anderer reagieren kannst, werden dich diese Energien massiv beeinflussen.

In dem ersten Beispiel könntest du den minimalen Aufwand betreiben und einen kleinen Schritt zur Seite gehen.

Im zweiten Beispiel könntest du die Energie umleiten. Also die Hand, die immer doller presst, nehmen und führen und die Richtung bestimmen, in der du die Energie umleitest (nach oben, unten oder zur Seite …). Aber wenn du dich voll auf die negative, aggressive oder abschätzige Energie des anderen einlässt und gegen sie ankämpfst, wird sie nur noch stärker.

Wenn du also das nächste Mal mit einer negativen Energie konfrontiert wirst, ist der erste Schritt:

Werde dir bewusst, dass du gerade einer negativen Energie ausgesetzt bist.

Es heißt, wer ein Übel erkennt, hat es schon halb geheilt.

Erst wenn du dir darüber bewusst bist, kannst du auch aktiv etwas verändern.

Lasse dich nicht in den negativen Sog hineinziehen und finde deine eigene Weise, Energien umzuleiten und flexibel damit umzugehen.

Wenn jemand dich mit negativen Dingen volllabert, sein Genervtsein an dir abladen will oder du auf irgendeine andere Art und Weise bemerkst, dass dich dein Gegenüber negativ beeinflusst, dann spiele mit dieser Energie.

Lasse dich nicht auf die Negativität ein und werde nicht selbst zum Angreifer.

  • Reagiere mit Freundlichkeit und mache deinem Gegenüber ein ehrliches Kompliment. Egal ob’s gerade passt, oder nicht.
  • Frage deinen Gegenüber: „Was erhoffst du dir für das nächste Mal?“ oder „Was war letztendlich positiv an dieser Erfahrung? Du beleuchtest somit die positiven Aspekte der angeblich negativen Erfahrung.
  • Reagiere flexibel und lenke selbst das Gespräch in eine andere Richtung oder wechsle sofort das Thema. Werde aktiv und leite die Energie um.
  • Reagiere mit Humor und sage etwas Zusammenhangsloses („Am Wochenende bin ich ein Mofa. Halb Mensch, halb Sofa.“).
  • Hilf der Person, zu erkennen, dass es keinen Sinn macht, sich ständig zu beklagen und versuche ihr näherzubringen, dass sie ihr Leben selbst in der Hand hat und Situationen eigenständig verbessern kann.
  • Manchmal hilft es auch, einfach einen Schritt zur Seite zu gehen. Also die Situation zu verlassen. Wie in dem ersten Beispiel oben. Wenn dich bestimmte Menschen immer wieder herunterziehen, dann halte dich von ihnen fern.

Also achte in der nächsten Zeit mal darauf, wie du mit negativen Energien umgehst. Werde sensibel für das Erspüren, wie gut es dir geht und was bestimmte Menschen oder Situationen mit dir machen.

Das ist schon ein riesengroßer Schritt.

Und dann handle auf deine Weise.

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