Deine persönliche Glücksroutinen: So etablierst du Gewohnheiten

Deine persönliche Glücksroutinen: So etablierst du Gewohnheiten
Bildquelle: Pexels

Wann hast du das letzte Mal das Zähneputzen vergessen?

Wann hast du das Trinken deines Kaffees oder Tees am Morgen vergessen?

Oder wann hast du das letzte Mal vergessen, die Haustür abzuschließen?

Es ist eher die Ausnahme, dass du solche Dinge vergisst, oder?

Das liegt daran, dass dies typische Gewohnheiten von dir sind.

Bei Gewohnheiten ist es so: Sie können unseren Alltag erleichtern und dafür sorgen, dass wir im Alltag ausgeglichen und glücklich sind. Deshalb kann es wichtig für dich sein, zu wissen, wie du am besten neue Gewohnheiten etablierst.

Aber auch das Gegenteil ist möglich. (Unbewusste) Gewohnheiten können uns auch stressen und unzufrieden machen.

Was sind Gewohnheiten?

Gewohnheiten sind Vorgänge/Verhaltensweisen, die automatisch ablaufen und über die du nicht mehr nachdenken musst.

Viele Dinge, die wir aus Gewohnheit machen, machen wir gar nicht mehr so bewusst.

Wir entscheiden uns zum Beispiel nicht jeden Morgen bewusst dafür, die Zähne zu putzen. Wir machen’s einfach.

In Gewohnheiten liegt ein großes Glückspotenzial. Hier mal ein paar Beispiele für gute Gewohnheiten:

  • Journaling
  • Meditieren
  • Morgens ein großes Glas Wasser trinken
  • Jeden Morgen 15 Minuten Rückenübungen machen
  • Jeden Tag 30 Minuten lesen

Jedoch ist es gar nicht so leicht, neue Gewohnheiten zu etablieren.

Doch woran liegt das?

Der Raketenvergleich

Man sagt, dass eine Rakete für den Start den allergrößten Teil ihres Treibstoffes benötigt und nur wenig für den Weiterflug.

So kann man das auch mit dem Aufbau von Gewohnheiten betrachten:

Am Anfang verbrauchst du noch viel Energie, um die neue Gewohnheit zu etablieren:

Die Motivation (1) und das Erinnern an die neue Gewohnheit (2) sind hier die beiden Hauptpunkte.

Genau an diesen beiden Punkten möchte ich jetzt ansetzen.

Motivation (1)

Die folgenden drei Hinweise sind für dich wichtig, um motiviert bei der Sache zu bleiben.

Kenne dein Warum

Ein starkes Warum wird für massiven Antrieb sorgen.

Fehlt dagegen ein starkes Warum, wird es dir wahrscheinlich schwer fallen, von der Stelle zu kommen und durchzuhalten.

Also frage dich: Warum möchtest du gerade diese Gewohnheit etablieren? Auf welche Art und Weise wird diese Gewohnheit dein Leben einfacher und besser machen? Was könnte vielleicht sogar, auf lange Sicht gesehen, passieren, wenn du diese Gewohnheit nicht etablierst?

Komme deinem Warum auf die Schliche und lerne deine Gründe kennen.

Definiere dein Ziel

Dein Warum hast du jetzt schon herausgefunden.

Als nächstes solltest du ein motivierendes Ziel definieren, damit du weißt, was genau du eigentlich möchtest.

HIER bekommst du Leitfragen für deine Zielentwicklung.

Halte den Ball flach

Halte den Ball flach und überfordere dich nicht, wenn du eine Gewohnheit etablieren willst.

Fange langsam an und nimm dir für den Anfang nicht zu viel vor, da sonst die Gefahr besteht, dass du irgendwann aufgibst, die Gewohnheit zu etablieren.

Beachte die Regel: Lieber am Anfang weniger, aber regelmäßig, als (zu) viel und unregelmäßig.

Überlege dir ein realistisches Ziel, das mit deinem Alltag vereinbar ist.

Erzähle anderen Leuten davon

Manchen Menschen hilft es, ein bisschen Druck von außen zu verspüren.

Je mehr Leute von deinem Vorhaben wissen, umso eher wirst du dich verpflichtet fühlen, die Sache auch wirklich durchzuziehen.

Dieser Tipp ist nicht für jeden geeignet, aber durchaus eine gute Möglichkeit, um motiviert zu bleiben.

Das Erinnern (2)

Der andere Hauptaspekt beim Etablieren von neuen Gewohnheiten ist das Erinnern.

Vergegenwärtige dir deine Ziel-Gewohnheit

Nachdem du deine Ziel-Gewohnheit definiert hast, darf es natürlich nicht in Vergessenheit geraten.

Tippe dir Erinnerungen ins Handy, schreibe oder male dir Post-its und verteile sie in der Wohnung oder frage deine Mitmenschen, ob sie dich an deine Ziel-Gewohnheit erinnern können.

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, dein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Ich bin mir sicher, dass dir noch ein paar Ideen einfallen werden.

Vergisst du mal an einem Tag deine Gewohnheit, dann ärgere dich nicht, sondern lerne draus und sorge einfach durch Erinnerungshilfen dafür, dass dies nicht wieder passiert.

 Wie lange dauert es, bis eine Gewohnheit etabliert ist?

Am Anfang fühlt sich das irgendwie noch ein bisschen nach Arbeit an, denn eine neue Gewohnheit muss man sich erarbeiten. Genauso wie das Entwöhnen auch Arbeit ist. Mark Twain sagte mal dazu:

Eine Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen. Man muss sie die Treppe hinunterboxen, Stufe für Stufe.

Eine Studie von dem University College London aus dem Jahr 2009 ergab, dass es durchschnittlich 66 Tage dauert, eine Gewohnheit zu etablieren.

Also wenn du eine Gewohnheit in deinen Alltag integrieren möchtest, dann setze deine Erwartungen an die Automatisierung nicht zu hoch und nimm dir dafür Zeit. In 15 Tagen wirst du kaum eine Gewohnheit etablieren können.

Die Studie zeigt auch, dass es nicht so schlimm ist, wenn man die Vorgänge/Verhaltensweisen, die man als Gewohnheit etablieren möchte, an vereinzelten Tagen nicht ausführt. Allerdings ist ein Aussetzen von 2-3 Tagen kritisch.

Auf geht‘s

Jetzt weißt du alles, was du wissen musst, um eine neue Gewohnheit zu etablieren.

Welche Gewohnheit möchtest du etablieren?

Schreib mir gerne in die Kommentare, denn du weiß ja: Anderen Menschen davon zu erzählen, kann helfen.

Ich wünsch dir viel Freude bei dem Aufbau deiner neuen Gewohnheit. 😉

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