Der Umgang mit negativen Nachrichten

Der Umgang mit negativen Nachrichten
Bildquelle: Pexels

Vor einigen Wochen habe ich mal wieder einen Blick in die Zeitung geworfen. Dazu sei vielleicht gesagt, dass ich normalerweise keine Zeitung lese.

Als ich die Zeitung vor mir hatte, stellte ich leider (mal wieder) fest, dass die Titelseite und auch der Rest der Zeitung mit schlechten Nachrichten übersät war.

Sofort tauchten in meinem Kopf mehrere Gedanken auf.

  • Mir fiel sofort wieder ein, weshalb ich ungern Zeitung lese.
  • Ich fragte mich, was es mit einem Menschen macht, der diese ganzen Grausamkeiten, die dort beschrieben waren, tagaus und tagein vorgesetzt bekommt und inhaliert. Wie kann man da nicht zu einem Pessimisten werden? Wohin führen diese unaufhörlichen kleinen Dosen von den Dramen der Welt den Leser langfristig, wenn nicht in einen hoffnungslosen Zustand?
  • Ich stellte mir auch die Frage, welchen Sinn es hat, jeden Tag beim Frühstück zu erfahren, welche Unmenschlichkeiten sich innerhalb von 24 Stunden weltweit ereigneten.
  • Warum ist die Waage der erfreulichen und nicht erfreulichen Nachrichten schon lange nicht mehr im Gleichgewicht?

Diese Gedanken betreffen jedoch nicht nur Tageszeitungen, sondern auch andere Kanäle, über die Nachrichten vermittelt werden. Fernseh- und Radionachrichten zum Beispiel sind oft in einer Negativität gekleidet, die sich kaum noch überbieten lässt.

Es ist ein heikles Thema, ich weiß …

Ich halte es für wichtig, dass man sich darüber informiert, was in der Welt passiert und dass man die Augen vor den Grausamkeiten nicht verschließt. Und die Nachrichten spielen dabei eine wichtige Rolle.

Ich bezweifle nur, dass die Welt besser wird, wenn wir unsere Köpfe mit Bildern des Elends vollstopfen.

Ein neuer Umgang mit den Nachrichten

Klar ist, dass man von jetzt auf gleich nichts an den großen Massenmedien ändern kann. Aber das ist auch gar nicht notwendig. Die Massenmedien werden sich nämlich automatisch verändern, wenn sich das Denken der Menschen verändert.

Es gibt einen gut erreichbaren Hebel für uns alle, mit dem wir eine wirklich nachhaltige Veränderung in der Gesellschaft hervorrufen können:

Jeder Einzelne kann seinen Umgang mit den Nachrichten hinterfragen. Bei diesem Hinterfragen gibt es zwei Grundgedanken:

A: Wie konsumiere ich Nachrichten?

Aktive Nachrichtenrecherche (selbstbestimmtes Informieren) versus passive Nachrichtenaufnahme (Informationen vorgesetzt bekommen)

B: Wie gehe ich mit den aufgenommenen Nachrichten um?

Aktiven Einfluss ausüben (etwas in der Welt zum Positiven verändern) versus passives Rumsitzen und Jammern (Nichtstun)

Zu diesen beiden Grundgedanken habe ich ein paar Fragen entwickelt:

A: Gibt es vielleicht andere Wege, sich zu informieren? Wege, die selbstbestimmter sind, als einfach irgendetwas vorgesetzt zu bekommen? Solltest du als Zuschauer, Zuhörer oder Leser nicht selbst entscheiden können, was du gerade wissen möchtest und was nicht? Gibt es beispielsweise im Internet die Möglichkeit, dir nur die Nachrichten herauszusuchen, die gerade für dich interessant und wichtig sind?

B: Du hast von einem Problem in der Welt gelesen. Kannst du (egal, um welches Problem es sich handelt) die Handlungsebene für die Problemlösung so weit herunterbrechen, dass du etwas zu der Problemlösung beitragen kannst? Ein Beispiel: Du hast gelesen, dass jedes Jahr Millionen von Meerestieren an Plastikmüll verenden. Deine Handlungsebene: Nimm dir ab heute vor, möglichst wenig Plastik zu kaufen und fange ab heute an, dein Gemüse nicht mehr in Plastiktüten zu verpacken. Welchen Beitrag leistest du, dass das Problem, von dem du gelesen hast und das dich emotional bewegt, aus der Welt geschafft wird?

Vielleicht helfen dir diese Fragen, deinen Umgang mit den Nachrichten mal zu hinterfragen.

Wie und was denkst du über diese ganze Thematik?

Hinterlass mir gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag oder bei Facebook.

2 Kommentare zu „Der Umgang mit negativen Nachrichten“

    1. Hallo liebe Viola!

      Danke! Und für mich ist es auch schön zu wissen, dass ich mit meiner Sicht nicht alleine bin. 😀

      Lieben Gruß vom Norden in den Süden
      Marten

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