Ein kurzes Gedankenspiel mit großer Wirkung

Ein kurzes Gedankenspiel mit großer Wirkung
Bildquelle: Marten Threepwood

Stell dir mal vor, du müsstest am Ende eines jeden Jahres aus den 365 erlebten Tagen sieben zufällig ausgewählte Tage noch einmal durchleben.

Du reist praktisch noch einmal in die eigene Vergangenheit zurück, ohne dass du beim wiederholten Erleben die Chance hast, irgendetwas anders zu machen.

Das heißt:

Jeden der sieben Tage wirst du noch einmal genau so durchleben. Jeden Gedanken denkst du nochmal, jedes Gefühl erlebst du nochmal, jeden Satz sprichst du noch einmal aus.

Soweit das Szenario.

Jetzt meine Fragen:

Wie groß wäre die Wahrscheinlichkeit in diesem Jahr, dass die sieben zufällig ausgewählten Tage gute Tage wären?

Wie groß wäre die Wahrscheinlichkeit, dass die Tage, die du nochmal erlebst, Tage wären, an denen du dich morgens auf den vor dir liegenden Tag freust?

Wie groß wäre die Wahrscheinlichkeit, dass es Tage sind, an denen du etwas Schönes erlebst?

Wie groß wäre die Wahrscheinlichkeit, dass du Tage erwischst, an denen du liebst?

Wie stünde es mit deiner Arbeit? Mit welchem Gefühl würdest du zur Arbeit fahren?

Du solltest diese Fragen einmal für dich selbst beantworten. Gehe vielleicht auch ein bisschen weiter und frage dich, wie oft du mit einer fröhlichen Grundstimmung durch das Leben gehst.

Ziehe genau jetzt eine kleine Jahresbilanz, auch wenn das Jahr noch nicht vorbei ist.

Und ja, ich weiß: Man kann sein ganzes Leben nicht von heut auf morgen ändern.

Aber: Man kann heute die Entscheidung treffen, an einer bestimmten Sache zu arbeiten, um dann tagtäglich Fortschritte zu machen.

Am Anfang der Veränderung steht zuerst der Wunsch, dass man etwas verändern möchte.

Was kannst du aus diesem Gedankenspiel lernen?

Zunächst solltest du dir nicht zu viel vornehmen. Lebe in Momenten.

Versuche heute mal, viele schöne Momente zu erleben und für viele wunderbare Kleinigkeiten offen zu sein und deine Aufmerksamkeit auf sie zu lenken.

Fange klein an und lebe jeden Moment so, dass du ihn noch einmal mit Freude wiederholen könntest. Nimm dir jetzt vor, die nächsten zehn Minuten freudvoll zu leben. Und das geht auch, wenn du gerade im Büro, in der Schule oder in der Uni sitzt und eine Aufgabe erledigen musst. Die Frage ist dann, mit welcher Haltung du die Aufgabe angehst.

Und dann kommen die nächsten zehn Minuten …

Achte auf deine Gedanken, achte auf deine Sätze, die du zu deinen Liebsten sagst, achte auf die Sonne, die durch das Blätterdach der Bäume scheint, fange das Lächeln deiner Mitmenschen auf, achte auf die wunderbaren Verzierungen an den Häusern, an denen du vorbeigehst … Lebe liebevoll und bewusst.

Um all die schönen Momente deines Lebens festzuhalten, möchtest du sie vielleicht aufschreiben. Ein einfacher Kalender reicht eventuell schon.

Schöne Momente und kleine besondere Erlebnisse aufzuschreiben und sie sich dann nochmal irgendwann durchzulesen macht viel Freude und erinnert dich immer wieder daran, wie viele Glücksmomente sich gerade auch im Alltag verstecken.

Die entscheidene Frage …

…, die aus diesem Gedankenspiel letztendlich hervorgeht, lautet:

Wie viele gute Augenblicke der Freude trägst du in deinem Herzen, wenn dein Leben irgendwann einmal zu Ende ist?


Zwei Filmtipps zu diesem Thema: „Alles eine Frage der Zeit“ (2013) & Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ (2017)

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.