Ist dir eigentlich bewusst, dass du immer übst?

Ist dir eigentlich bewusst, dass du immer übst?
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Es gibt ein deutsches Sprichwort, das geht folgendermaßen:

„Der Fuhrmann schnalzt auch im Schlaf mit der Zunge.“

Worauf möchte ich hinaus?

Schau mal:

Jedes Mal, wenn du krumm vor deinem Laptop oder deinem Handy sitzt, übst du dieses Verhalten.

Jeden Morgen, wenn du eigentlich aufstehen willst, aber doch noch einmal die Snooze-Taste drückst, übst du dieses Verhalten.

Mit jedem positiven Gedanken, der durch deinen Kopf wandert, übst du das positive Denken.

Jedes Mal, wenn du etwas mit dir machen lässt, was eigentlich gegen deine Prinzipien und deinem inneren Wesen verstößt, übst du dieses Verhalten.

Jedes Mal, wenn du Ja sagst, aber Nein meinst, übst du dieses Verhalten.

Du kannst nicht nicht üben.

Oder anders gesagt:

Du übst immer.

Ganz egal, was du machst.

Du machst Erfahrungen, auf die du dich in der Zukunft beziehen wirst.

Nutze dies zu deinem Vorteil.
Ein weiteres kleines Beispiel …

Nehmen wir mal an, dass du dir vorgenommen hast, jeden Morgen nach dem Aufstehen ein paar Sportübungen zu machen.

Vier Wochen ziehst du es durch.

In der fünften Woche wachst du auf und denkst:

Boah, ich bin voll müde und habe heute gar keine Lust auf die Sportübungen. Ich setze heute ausnahmsweise einmal aus. Aber morgen geht’s wieder weiter. Und nächste Woche sowieso …

Dir und mir ist klar, dass solche Gedanken kein Einzelfall sind. Wenn du dir etwas vorgenommen hast, ein Ziel gesetzt hast, dann kannst du schon damit rechnen, dass du solche oder ähnliche Gedanken in der Zukunft immer mal wieder haben wirst.

Machst du die Sportübungen an diesem Morgen nicht, dann bringst du deinem Unterbewusstsein bei, genau SO auf solche Situation zu reagieren. Du baust die Gewohnheit des Ausredens auf, sozusagen eine Ausreden-Routine, so dass die Gefahr sehr groß ist, dass du Sachen immer dann nicht durchziehst, wenn du dich müde oder nicht gut fühlst.

Du übst: Bequemlichkeit vor Durchhaltevermögen und Konsequenz.

Beißt du aber an diesem Morgen die Zähne zusammen und machst du die Sportübungen, wird es beim nächsten Mal, wenn du dich ähnlich fühlst, etwas leichter werden, dich zu überwinden. Einfach, weil du die Gewohnheit aufgebaut hast, trotz deiner Emotionen und Gedanken, das zu machen, was du dir vorgenommen hast. Du gewöhnst dich daran, dass es kein Hintertürchen gibt, das du zur Flucht nutzen könntest.

Du übst: Durchhaltevermögen und Konsequenz vor Bequemlichkeit.

Die Schlussfolgerung könnte also so lauten:

Nimm jede noch so kleine Situation ernst. Wehre den Anfängen!

Und achte mal darauf:

Wann redest/denkst du dich raus? Wann bist du dir selbst untreu? Wann handelst entgegen deinem inneren Wesen?

Beachte diese einfache Regel:

Wenn du etwas machst, wird es beim nächsten Mal einfacher sein, es wieder zu machen.

Wenn du gerade sitzen möchtest, morgens nicht mehr die Snooze-Taste drücken willst, positive Gedanken haben und ein selbstbestimmtes Leben führen möchtest, wirst du das üben müssen.

Immer und immer wieder. Bis es irgendwann leichter wird …

Lies dir auch gerne meinen Artikel über Gewohnheiten durch.

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