Zwei Chancen, die dein Leben verändern

Zwei Chancen, die dein Leben verändern
Bidlquelle: Markus Peters

Widerstandslosigkeit?

Der Duden beschreibt das Wort Widerstand so: das Sichwidersetzen, Sichentgegenstellen

Vielleicht fragst du dich nun:

Ist Widerstand nicht etwas Gutes? Muss man sich alles gefallen lassen? Ist es schlecht, wenn man kämpft?

Es kommt darauf an.

Widerstand ist per se nichts Gutes oder Schlechtes.

In diesem Blogartikel geht es aber um einen ganz bestimmten Widerstand. Es geht um den Widerstand in uns, der verhindert, dass wir annehmen, was gerade ist.

In diesem Blogartikel werde ich folgendes Beispiel benutzen:

Du kaufst im Supermarkt ein, hast alles im Einkaufskorb, was auf deinem Zettel steht, gehst zur Kasse und bemerkst plötzlich, dass du dein Portemonnaie zu Hause vergessen hast. Du kannst nicht bezahlen.

Kleine Anmerkung am Rande: Das ist mir schon mehrmals passiert.

Warum du annehmen sollest

Warum sollte man die Dinge so sein lassen, wie sie sind?

Die Antwort ist einfach, aber genial:

Weil die Dinge in diesem Moment schon sind, wie sie sind.

Du hast dein Portemonnaie vergessen. Das ist Fakt. Diese Situation kannst du in dem Moment, wo du an der Kasse stehst, nicht mehr ändern.

Vielleicht sagst du dir jetzt: Mist, das hätte mir nicht passieren dürfen. Ich bin ein Idiot. Ich bin so vergesslich …

Mit diesen Gedanken widersetzt du dich dem Moment. Du akzeptierst nicht, was ist.

Man kann praktisch sagen, dass das Gefühl des Unglücklichseins nie aus der Situation an sich kommt, sondern immer aus der gedanklichen Interpretation der Situation.

Die Situation ist immer, wie sie ist.

Oft kommt dann aber die Interpretation und sagt: Das ist schrecklich. Wir Menschen haben oft den Zwang, gegen das was ist, anzugehen.

Wir vermischen dann die Situation mit der Interpretation der Situation, weil wir unseren Gedanken einen zu großen Wert beimessen.

Durch den Widerstand passiert es, dass die Situationen die Stärke haben, deinen inneren Zustand massiv zu beeinflussen.

Wäre es nicht schöner, innerlich freier von dem zu sein, was um dich herum passiert? Wäre es nicht schöner, kein Sklave der ständig wechselnden Situationen und Angelegenheiten mehr zu sein?

Deine zwei Chancen

Du hast immer zwei Chancen, anzunehmen:

  1. In dem Moment, wo etwas geschieht, nimmst du die Situation bedingungslos und ohne Widerstand an. Falls du aktiv werden musst, um die Situation für dich positiv zu verändern, wirst du aktiv und handelst. Aber dadurch, dass du die Situation angenommen hast, handelst du bedacht und ideenreich.
  2. Wenn du den Moment des Annehmens verpasst, kommt Widerstand auf: Mist, das hätte nicht passieren dürfen. Ich bin ein Idiot. Ich bin so vergesslich. Es entstehen Emotionen. Erlaube in diesem Fall deinen Gedanken, deinem Widerstand, da zu sein. Denn wenn du dem Widerstand erlaubst, da zu sein, wird er sich auflösen. Widerstand braucht Widerstand, um existieren zu können. Stelle dir vor, dass zwei Hände gegeneinander pressen. Beide investieren Kraft in den Widerstand. Jetzt presst die eine Hand etwas doller. Was passiert? Automatisch presst die andere auch etwas doller. Jede Hand presst immer stärker und immer stärker, so dass sich ein immer größerer Druck aufbaut.

Übe das Annehmen

Wenn du das nächste Mal in einer für dich unangenehmen Lage bist, dann denke an die zwei Chancen, die du hast.

Diese Aufgabe ist nicht leicht, aber probiere es zumindest mal aus und schaue, was passiert. Du hast es vielleicht lang genug nicht probiert und anders gemacht (den Momenten Widerstand entgegengebracht) und jetzt ist die Zeit da, mal zu probieren, anders mit Situationen umzugehen.

Die innere Freiheit und Gelassenheit, die du mit dieser Haltung gewinnst, ist gewaltig.

Sei aber nachsichtig und geduldig mit dir. Es ist die höchste Kunst, alles, was einem im Leben passiert, annehmen zu können. Es wird dir nicht immer gelingen. Mir gelingt es auch oft noch nicht. Aber wir können dazulernen und immer mehr an innerer Freiheit gewinnen.

Der Weg lohnt sich.

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